DAX 40
NeutralArchivierte Analyse vom 28. Juli 2026, 13:21 Uhr
Kernaussage
Das kurzfristige Schicksal des DAX hängt davon ab, ob der US-Iran-Waffenstillstand hält — eine dauerhafte diplomatische Lösung würde Ölpreise kollabieren lassen, das inflationäre Argument der EZB beseitigen und den Index wahrscheinlich zurück zu seinem 25.900-Rekordhoch treiben; ein Zusammenbruch entzündet die Baisse-These augenblicklich.
Der DAX konsolidiert sich etwa 1.584 Punkte (-5,9%) unter seinem All-Time-Intraday-Hoch von 25.900,10 (6. Juli), eingekeilt zwischen einer starken SAP-getriebenen Gewinnverbesserung und den Gegenwind einer EZB-Zinserhöhungszyklus sowie erhöhten Ölpreisen durch den US-Iran-Konflikt.
Grösstes Risiko
EZB-Zinserhöhung im September — Märkte preisen ~70% Wahrscheinlichkeit ein
Bei einer am Markt eingepreisten ~70%-igen Chance auf eine weitere 25bp-EZB-Zinserhöhung bis Ende 2026 und deutschen 2-Jahres-Renditen bereits bei ~2,87% drohen verschärfte Finanzierungsbedingungen die DAX-Multiple-Expansion zu begrenzen und export-lastige Industrien, die bereits durch US-Zölle unter Druck stehen, zu belasten.
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